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Doch heimlich dürsten wir... (2015)

Herman Hesse: (aus „Das Glasperlenspiel“)


Doch heimlich dürsten wir...


Anmutig, geistig, arabeskenzart

Scheint unser Leben sich wie das von Feen

In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,

Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.


Schönheit der Träume, holde Spielerei,

So hingehaucht, so reinlich abgestimmt,

Tief unter deiner heitern Fläche glimmt

Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barberei.


Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,

Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit,

Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,

Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.

3 Fl. (2.+3. doubling Picc.) / 2Ob, EH /

2 Cl (A+Bb), BCl / 3Fg (3. doubling Kfg)

   – 4Hrn (F) / 3Tp (C) / 2Pos, Bpos,Tb

     Timp, Perc.1 (Bdrum,Glcksp,Tamtam)

       Perc.2 (Susp.Cymb./Bdrum), Celesta
         2 Hrf, Str. (mind. 12/10/8/6/4)

Besetzung:
Uraufführung:

25.06.2015,Tonhalle Düsseldorf

  Symphonieorchester der Robert

    Schumann Hochschule Düsseldorf

      (Dirigent: Gregor A. Mayrhofer)

Auftraggeber:

Tonhalle Düsseldorf

Dauer:

ca. 17 min

Dirigent - Komponist

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Aufnahme der Uraufführung